Ratgeber

Angsthunde

Scon und Luis müssen in Ihrer Vergangenheit etwas negatives erlebt haben. Beide haben Angst vor Fahrradfahrern, grossen Menschen, sind sehr Geräusch und Umgebungs empfindlich.

Mittlerweile ist die Panik in Vorsicht gewandelt und das Spazieren gehen ist entspannter.

Der Laborbeagle „Bolle“ wurde zu Anfang von fremden Hunden attackiert da er durch die Laborversuche keinen typischen Hundegeruch hatte. Mittlerweile kommt Bolle mit fast allen Hunden aus und geniesst es mit seinen Kumpels herum zu toben.  Seine panische Angst vor dem Tierarzt ist jedoch geblieben.

Der Wirbelwind „Mortiz“ hatte einfach zu viel Energie und wollte gefordert werden. Auch er hat sich super in die Hundegruppe integriert und kann sich voll entfalten und wird von mal zu mal selbstsicherer.

Energiebündel „Sammy“ wird von der Gruppe mit erzogen. Er weis einfach nicht wann genug ist. Er ist unterwürfig und muss lernen seine Artgenossen richtig zu lesen.

Sozialisierung

Sie sollten Ihrem Hund die Möglichkeit geben, mit vielen anderen Hunden zu spielen, um seinen Platz in einer Gruppe zu finden. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, der sich nur im Zusammenspiel mit anderen Hunden artgerecht ausbilden kann. Für Hunde ist es deshalb äußerst wichtig sich zu sozialisieren. Ältere und erfahrene Hunde in einer Gruppe erziehen zum Beispiel wirkungsvoller als Menschen. Sollte Ihr Hund ängstlich sein, sollten Sie sein Verhalten nicht bestätigen. Zeigen Sie durch entspanntes Verhalten, dass die Situation ungefährlich ist. Auch von Natur aus aggressive Hunde gibt es nicht, solche Eigenschaften bilden sich erst durch falsche Haltung und Erziehung aus.

Stubenreinheit

Sollte Ihr Welpe noch nicht stubenrein sein, suchen Sie die Schuld nicht bei Ihrem Hund. Achten Sie besonders aufmerksam auf all seine Verhaltensweisen. Mit der Zeit werden Sie an der Körpersprache erkennen, wann Ihr Hund nach draußen muss.
Ein Beispiel: Ihr Hund spielt ausgiebig, hört jedoch abrupt auf und beginnt in der Wohnung herumzulaufen, zu schnüffeln und winselt womöglich. Das ist ein Zeichen, das er dringend nach draußen muss. Nehmen Sie Ihren Hund auf den Arm, bringen Sie ihn nach draußen und loben Sie Ihren Welpen, wenn er sein Geschäft gemacht hat. Der Hund wird das draußen verrichtete Geschäft als positive Erfahrung speichern. Sollte Ihr Hund geschlafen haben, gehen Sie einfach gleich nach dem Aufwachen mit ihm raus.

Entwicklung / Bindung

Ein Hund kann sich nur dann gut entwickeln und eine Bindung zum Menschen aufbauen, wenn ihm sein “Rudel” (d. h. der Mensch) Sicherheit bietet. Stellen Sie von Anfang an die Rangordnung klar, damit Ihr Hund weiß wo sein Platz im “Rudel” ist. Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Hund genügend Entfaltungsmöglichkeiten und Anregungen bieten, um die Bindung zu festigen und Ihren vierbeinigen Freund glücklich zu machen:

  • Jegliche Art von Beschäftigung z. B. Ballspiele, Suchspiele, neue Kommandos und Tricks etc. bewahren ihn vor Langeweile und fördern seine Intelligenz
  • Gehorsamkeitstraining ist wichtig, um das Selbstbewusstsein des Hundes zu stärken.
  • Wenn Ihr Hund etwas nicht versteht, liegt es nie am Hund. Überprüfen Sie, ob Ihre Zeichen korrekt waren.
  • Oft sind wir Menschen zu ungeduldig und verlangen zu viel in zu kurzer Zeit.
  • An Stimmlage, Mimik und Gestik erkennt der Hund, ob Sie sein Verhalten akzeptieren oder nicht. Wenn Sie ausgeglichen und konsequent reagieren, versteht er Sie besser und schneller.
  • Ein Hund, der gefordert wird und seine überschüssige Energie abbauen kann, ist ausgeglichener und folgsamer.

Erste Hilfe beim Hund